01.06.2024 - 13:46

Tomaten – So fällt die Ernte reich aus!

Tomaten sind wärmeliebende Pflanzen. Der Standort sollte deshalb sonnig und warm sein. Sie sollten vor Regen geschützt werden, um Pilzinfektionen vorzubeugen. Geeignete Standorte sind zum Beispiel an einer Hauswand als Wärmespeicher, ein Südbalkon, spezielle Tomatenhäuser oder auch ein Gewächshaus.


Hast du den richtigen Standort gefunden, kannst du deine Tomaten einpflanzen. Der optimale Zeitpunkt dafür ist Mitte Mai, wenn die Spätfröste vorbei sind. Hast du ein Gewächshaus, kannst du auch schon früher pflanzen.


Tomaten brauchen viel Wasser. Haben Sie zu wenig, bleiben die Früchte klein oder es entsteht Kalziummangel. Dieser zeigt sich durch braune Flecken an den Unterseiten der Früchte. Gieße deine Pflanzen am besten morgens mit abgestandenem Wasser.


Damit sich die Pflanze auf ihre Fruchtbildung konzentrieren kann, solltest du bei Tomatenpflanzen (ausgenommen Buschtomaten) alle paar Tage die kleinen Seitentriebe, die immer wieder zwischen dem Haupttrieb und den Blättern wachsen ausgeizen. Das geht ganz einfach, indem man sie abschneidet oder mit den Fingern abknipst. Durch das Ausgeizen wird der Ertrag gesteigert und die Pflanze kann somit mehr Kraft in die Bildung von Früchten legen.


Tomaten sind Starkzehrer und brauchen viele Nährstoffe, deshalb musst du deine Pflanzen regelmäßig düngen. Am besten nimmst du dafür speziellen Tomatendünger, den du im bei uns kaufen kannst. Wenn du deine Tomaten im Kübel pflanzt, kannst du unter die Erde eine ordentliche Portion Kompost mischen. Dieser ist auch reich an Nährstoffen. Der Kübel sollte nicht zu klein sein, sonst kann die Erde nicht ausreichend Wasser speichern und du musst mehrmals täglich gießen. Zudem sind deine Pflanzen, wenn sie groß sind, oftmals nicht standfest und fallen bei Wind um. Als Faustregel gilt pro Pflanze ein Erdvolumen von 20 – 25 Litern.


Tomaten brauchen immer eine Stütze. Bewährt sind spezielle Tomatenstäbe, die du auch bei uns kaufen kannst. Diese Stäbe werden gleich beim Pflanzen neben den Wurzelballen gesteckt und die Pflanze bei zunehmender Höhe im Uhrzeigersinn eingedreht. Du kannst auch normale Pflanzstäbe verwenden und die Pflanzen dann mit einer Schnur oder Staudenklammern daran befestigen.


Überschüssige Blätter solltest du regelmäßig entfernen. Gelbe und tote Blätter sollten immer entfernt werden. Außerdem kannst du alle Blätter, die unterhalb des ersten Fruchtstandes wachsen, entfernen. Somit kannst du eine Ausbreitung von Pilzkrankheiten verhindern und schaffst mehr Licht für die Früchte, die dann schneller reifen können.


Hast du deine Tomatenpflanzen in einem Gewächshaus, lasse die Tür an warmen Tagen tagsüber auf. In den Sommernächten kannst du auch nachts die Tür auflassen. So regulierst du die Luftfeuchtigkeit besser, verhinderst Stauhitze, die zu Pilzkrankheiten führen kann und es gelangen mehr Insekten an die Blüten um diese zu bestäuben.


Im Spätsommer, wenn die Tage kürzer werden, solltest du den Haupttrieb kürzen. Dann kann die Pflanze Ihre Energie in die Fruchtbildung stecken.


Ernte reife Früchte immer ab. Wenn die Tomaten im reifen Zustand länger an der Pflanze bleiben, können sie weich werden oder sogar aufplatzen.


Sind die Tage nicht mehr so warm und die ersten Fröste stehen an, die Früchte sind aber noch nicht ausgereift, kannst du die grünen Tomaten ernten und einem warmen Ort bei 15 bis 22 °c nachreifen lassen.